Nachdem am Sonntagabend der Ausgang der Bundestagswahl weitgehend feststehen sollte, werden die Börsen am Montag entsprechend reagieren: „Je nach Koalitionsmöglichkeiten und der Zweidrittelmehrheitsfrage hinsichtlich einer denkbaren Anpassung der Schuldengrenze könnte manch hochgehegte Hoffnung für einen großen deutschen Fiskalschub für die Eurozone platzen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege sieht „eine entscheidungsfreudige Zweierkoalition mit Aussicht auf eine mögliche Änderung der Schuldengrenze als das beste Wahlergebnis für die Börse“ an. Greil: „Während die Aktienmärkte auf eine mögliche Zweierkoalition mit Chancen auf eine Anpassung der Schuldengrenze positiv reagieren dürften, wäre ein Mehrparteienbündnis eher ein Dämpfer.“
In Sachen Konjunkturdaten steht am Montag zudem das Ifo-Geschäftsklima für Februar auf der Agenda. Am Mittwoch folgt dann mit dem GfK-Verbrauchervertrauen für März ein weiterer wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Dazwischen wird am Dienstag das finale Bruttoinlandsprodukt für das Schlussquartal 2024 bekanntgegeben. Spannend wird es dann auch nochmal am Freitag, wenn die vorläufigen Inflationszahlen für Februar kommen. Mit Blick auf die Eurozone kommen am Montag noch die finalen Inflationszahlen für Januar sowie am Donnerstag das finale Verbrauchervertrauen für Februar.
In den USA werden nächsten Dienstag Daten zum Verbrauchervertrauen im Februar veröffentlicht. Außerdem kommen am Donnerstag die vorläufigen Auftragseingangszahlen für langlebige Wirtschaftsgüter im Januar sowie die zweite Schätzung des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2024. Und in Asien werden in China am Samstag Einkaufsmanagerindizes für Februar veröffentlicht. Japan betreffend erwarten wir zum Wochenabschluss am Freitag die Einzelhandelsumsätze für Januar sowie, ebenfalls am Freitag, die vorläufige Industrieproduktion für Januar.
Robert Greil, CFA,
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK