Von Donald Trump bis Friedrich Merz: Die Politik bestimmt zunehmend die Richtung an den Finanzmärkten. “Immer mehr Staaten sind bereit, mehr Schulden zu machen und damit mehr Wachstum zu ermöglichen“, stellt Robert Greil fest. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Mit den neuen deutschen Finanzierungsplänen in Sachen Verteidigung und Infrastruktur wird auch das von der Union angestrebte zweiprozentige Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren deutlich realistischer als bisher.“ Greil: „Nach den USA bestimmt nun auch in Europa zunehmend die Politik die Richtung an den Finanzmärkten – mit gleichzeitig zunehmender Volatilität.“
Angesichts der verhältnismäßig wenig wirklich wichtigen Konjunkturdaten kommende Woche könnten weitere News von Trump & Co erst einmal die Märkte mehr beschäftigen als die harte wirtschaftliche Realität: So stehen in Deutschland nächste Woche wichtige Daten nur zur Industrieproduktion im Januar am Montag sowie zur Inflation (finale Daten für Februar) am Freitag an. Und für die Eurozone sind die Industriezahlen am Donnerstag der einzig wichtige Wochentermin – ähnlich wie in Großbritannien, wo lediglich die Daten der Industrie mit der Handelsbilanz am Freitag nennenswert sind.
Das volkswirtschaftliche Daten-Highlight der kommenden Woche sind klar die US-Inflationszahlen für Februar am Mittwoch, schon weil sie einen wichtigen Anhaltspunkt für die künftige Bereitschaft der Fed für weitere Leitzinssenkungen liefern werden. Am Donnerstag folgen die Produzentenpreise für Februar und am Freitag das vorläufige Verbrauchervertrauen der Michigan-Universität für März.
Auch für Japan erwarten wir ein paar wichtige Konjunkturdaten – dazu zählen das finale Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2024 am Dienstag sowie tags darauf die Produzentenpreise im Februar.
Robert Greil, CFA,
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK